RenditeRitter
Anlageform erklärt

Festgeld – Zins fest, Laufzeit fest, Planung ziemlich einfach

Festgeld tauscht Flexibilität gegen Planbarkeit: Sie legen Geld für eine vereinbarte Zeit fest an und kennen den Zinssatz schon zu Beginn.

So funktioniert Festgeld

Wie funktioniert Festgeld?

Sie vereinbaren mit einer Bank Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz. Während der Laufzeit ist das Geld normalerweise gebunden. Am Ende erhalten Sie das Kapital und die vereinbarten Zinsen nach den Vertragsbedingungen zurück.

Warum ist es so planbar?

Anders als beim Tagesgeld kann die Bank den vereinbarten Festgeldzins für die laufende Anlage nicht einfach ändern. Dadurch lässt sich der nominale Ertrag schon beim Abschluss gut kalkulieren.

Wie sicher ist das?

Festgeld ist eine Bankeinlage. Für entschädigungsfähige Einlagen gilt grundsätzlich die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Wo liegt das eigentliche Risiko?

Nicht im täglichen Börsenkurs, sondern vor allem in Bindung, Inflation und Wiederanlage: Steigen Marktzinsen während Ihrer Laufzeit, profitieren Sie erst nach Fälligkeit. Fallen sie bis dahin, müssen Sie anschließend möglicherweise zu schlechteren Konditionen neu anlegen.

Vorteile

Heute wissen, was morgen herauskommt

Der Zinssatz wird für die vereinbarte Laufzeit festgelegt. Damit lässt sich schon beim Abschluss ziemlich genau sagen, welche Verzinsung Sie erwartet.

Rendite mit Taschenrechner statt Glaskugel

Laufzeit und Zinssatz stehen fest – dadurch lässt sich der nominale Endbetrag bereits zu Beginn gut kalkulieren.

Sicherheitsnetz inklusive

Innerhalb der gesetzlichen Voraussetzungen sind Festgelder regelmäßig bis 100.000 € je Kunde und Bank über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Börsenkurse dürfen draußen bleiben

Während der Laufzeit gibt es keine täglichen Kursschwankungen wie bei Aktien, Fonds oder ETFs.

Geldanlage ohne Börsenstudium

Festgeld braucht weder Wertpapierauswahl noch laufende Marktbeobachtung. Zinssatz, Laufzeit und Anlagebetrag bilden im Wesentlichen das ganze Prinzip.

Heute schon für morgen planen

Wissen Sie bereits, wann Sie das Geld wieder benötigen, kann die Laufzeit genau auf diesen Zeitpunkt abgestimmt werden.

Eine Leiter aus Festgeldern bauen

Mehrere Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten können kombiniert werden. So wird regelmäßig ein Teil des Kapitals wieder verfügbar.

Der Sparer-Pauschbetrag darf mitarbeiten

Soweit noch verfügbar, können Zinserträge innerhalb des gesetzlichen Sparer-Pauschbetrags steuerfrei bleiben.

Wenn die Zinsen fallen, bleibt Ihrer stehen

Sinkt das allgemeine Zinsniveau nach Abschluss, ändert das nichts am bereits vereinbarten Festgeldzins – er gilt bis zum Laufzeitende weiter.

Nachteile

Fest heißt eben fest

Während der vereinbarten Laufzeit kommen Sie normalerweise nicht oder nur in Ausnahmefällen an Ihr Geld.

Steigende Zinsen müssen Sie vom Seitenrand ansehen

Steigt das allgemeine Zinsniveau nach Abschluss, bleibt Ihr bestehendes Festgeld trotzdem beim ursprünglich vereinbarten Zinssatz.

Nach der Laufzeit werden die Karten neu gemischt

Wenn das Festgeld fällig wird, kann das dann verfügbare Zinsniveau deutlich niedriger sein. Der bisherige Zinssatz lässt sich nicht automatisch fortschreiben.

Inflation fragt nicht nach Ihrem Festzins

Steigen die Preise stärker als erwartet, kann die Kaufkraft trotz positiver Verzinsung sinken.

Auch die Einlagensicherung hat eine Grenze

Sehr hohe Guthaben sind nicht unbegrenzt gesetzlich abgesichert und können deshalb eine Verteilung auf mehrere Banken erforderlich machen.

Fachbegriffe, die Ihnen hier begegnen

Ein Begriff klingt nach Finanzamt, Versicherungsmathematik oder Börsenlatein? Einfach anklicken – der RenditeRitter übersetzt.

Vom Wissen zur eigenen Simulation

Eine Anlageform versteht man am besten, wenn die eigenen Zahlen danebenstehen. Der RenditeRitter setzt alle gewählten Sparformen unter dieselben historischen Marktbedingungen und zeigt Kosten, Steuern, Abgaben und mögliche Auszahlungswege.