So funktioniert Gold
Was kaufen Sie bei physischem Gold?
Bei Barren oder Anlagemünzen besitzen Sie einen physischen Sachwert. Es gibt keinen Emittenten, der Ihnen eine Rückzahlung verspricht. Dafür müssen Kauf, Verkauf und sichere Verwahrung organisiert werden.
Wie entsteht Rendite?
Gold zahlt keine laufenden Erträge. Gewinn oder Verlust entstehen aus der Veränderung des Goldpreises – abzüglich des Abstands zwischen Kauf- und Verkaufspreis sowie möglicher Lagerkosten.
Warum wird Gold oft beigemischt?
Gold kann sich in bestimmten Marktphasen anders entwickeln als Aktien oder Anleihen. Das macht es als Beimischung interessant, ohne daraus eine Garantie gegen Krisen oder Inflation zu machen.
Wie wird physisches Gold besteuert?
Physisches Gold im Privatvermögen kann unter § 23 EStG fallen. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist ein privater Veräußerungsgewinn nach derzeitiger Rechtslage grundsätzlich nicht steuerpflichtig. Bei kürzerer Haltedauer kann die Behandlung anders ausfallen.
Vorteile
Physisches Gold ist kein Zahlungsversprechen einer Bank oder eines Unternehmens. Der Sachwert besteht unabhängig davon, wie es einem einzelnen Anbieter wirtschaftlich geht.
Gold entwickelte sich in verschiedenen Krisenphasen anders als Aktien und Anleihen. Als Beimischung kann es deshalb helfen, ein Vermögen breiter aufzustellen.
Gold wird weltweit gehandelt und seit Jahrhunderten als Wertaufbewahrungsmittel genutzt. Käufer und Märkte gibt es rund um den Globus.
Gold lässt sich nicht beliebig vermehren. Sein begrenztes natürliches Angebot unterscheidet es grundlegend von klassischen Papierwährungen.
Wer physische Barren oder Münzen direkt hält, zahlt dafür keine laufende TER eines Investmentfonds.
Bei privat gehaltenem physischem Gold können Verkaufsgewinne nach derzeitiger Rechtslage nach mehr als einem Jahr Haltedauer grundsätzlich steuerfrei sein.
Physisches Gold kann unabhängig von einem klassischen Bankguthaben gehalten werden und schafft damit eine zusätzliche Form der Vermögensaufbewahrung.
In verschiedenen historischen Stressphasen konnte Gold Verluste anderer Anlageklassen zumindest teilweise abfedern.
Nachteile
Gold zahlt weder Zinsen noch Dividenden. Eine Rendite entsteht erst dann, wenn es später zu einem höheren Preis verkauft werden kann.
Der Goldpreis kann kräftig schwanken und über längere Zeiträume fallen. Ein Sachwert ist deshalb nicht automatisch ein wertstabiler Wert.
Zwischen An- und Verkaufspreis liegt eine Spanne. Besonders bei sehr kleinen Barren oder Münzen kann dieser Unterschied ordentlich an der Rendite knabbern.
Tresor, Bankschließfach oder andere sichere Lagerung können Geld kosten. Zu Hause kommen zusätzlich Verlust- und Diebstahlrisiken hinzu.
Gold wird international überwiegend in US-Dollar gehandelt. Für Anleger im Euroraum kann deshalb auch der Wechselkurs das Ergebnis beeinflussen.
Fachbegriffe, die Ihnen hier begegnen
Ein Begriff klingt nach Finanzamt, Versicherungsmathematik oder Börsenlatein? Einfach anklicken – der RenditeRitter übersetzt.
Vom Wissen zur eigenen Simulation
Eine Anlageform versteht man am besten, wenn die eigenen Zahlen danebenstehen. Der RenditeRitter setzt alle gewählten Sparformen unter dieselben historischen Marktbedingungen und zeigt Kosten, Steuern, Abgaben und mögliche Auszahlungswege.